Bauchtanz
Unter Bauchtanz wird im Allgemeinen ein von Frauen zu orientalischer Musik ausgeführter Tanz in einem speziellen Kostüm verstanden. Im arabischen heißt dieser Tanz "Raqs Sharqi" was soviel bedeutet wie "Tanz des Osten", womit unsere deutsche Bezeichnung "Orientalischer Tanz" eher dem wörtlich benannten entspricht.
Charakteristika:
Hingegen dem was der Name Bauchtanz vermuten lässt spielt nicht der Bauch die größte Rolle. Die wichtigsten Bewegungen kommen aus den Armen, den Knien, den Schultern und der Hüfte. Um das Bild abzurunden kommen noch viele Kopf- bzw. Handbewegungen hinzu, die diesem Tanz etwas besonderes verleihen.
Kostüm:
Für die Wirkung des Bauchtanzes ist auch ein passendes Kostüm sehr wichtig. Dies besteht normalerweise aus einem BH-ähnlichen Oberteil mit Pailletten besetzt oder heut zu Tage aus Tüchern zum binden. Ansonsten gehören ein langer weiter Rock und ein passender auch mit Pailletten bestickter Gürtel dazu. Durch den Wandel der Zeit sind auch die Kostüme moderne geworden und der weite Rock wird öfter durch enge Röcke oder gar Hosen ersetzt. Als individuelle Elemente werden gerne feine Tücher oder Schwerter integriert.
Geschichte:
Der Bauchtanz ist in Ägypten entstanden und diente anfangs nicht der Unterhaltung, sondern hatte einen heiligen Charakter. Während der Kolonialisierung Ägyptens verlor der Tanz wesentlich an Bedeutung. Seinen ursprünglich Sinn eines heiligen Tanzes verlor der Bauchtanz endgültig, stattdessen ist er heute Ausdruck für verschiedenste menschliche Gefühle wie z.B. Liebe, Leidenschaft, Freude, und Sehnsucht und fand seinen Weg in die eleganten Nachtlokale in Kairo. In Amerika und Europa erlebt dieser Tanz eine neue Popularität bei den Frauen, welche der Faszination von Grazie und Anmut angetan sind.