Flamenco Tanz
Der Flamenco ist der Name für eine Vielzahl von Tänzen die sich grundlegend im Rhythmus, im Takt und der Stimmung unterscheiden. Die Vielfalt reicht von tiefer Trauer und Verzweiflung bis hin zu explosiver Freude. Die wichtigsten Formen sind:
Alegrías:
Alegrías bedeutet Freude und ist ein heiterer und dynamischer Cante und Baile mit viel Anmut. Es wird angenommen, dass einer ihrer Vorfahren ein heiterer Volkstanz, die aragonesiche "Jota", war. Die Texte der Alegrías handeln meist von der Seefahrt und vom Meer.
Bulerías:
Ist die verbreiteste Variante und wird getanzt und gesungen. Sie beinhaltet überraschende und witzige Elemente. Über die Herkunft der Bulerías gibt es viele verschiedene Theorien. Manche besagen sie sei aus der Soleá entstanden oder aus der Alegrías. Die Bulerías ist sehr anpassungsfähig, Improvisation ist erlaubt aber sie erfordert auch einen hohen Grad an Rhythmusgefühl und wird im alternierenden 6/8,3/4-Takt gezählt.
Fandango de Huelva(Fandanguillo):
Kommt wie der Name schon vermuten lässt vor allem aus Huelva und ist am ehesten der Volksmusik anzugliedern. Diese äußerst alte Form des Flamencos ist durchsetzt mit arabischen und nordspanischen Einflüssen.
Tientos:
Aus den Tangos haben sich die Tientos entwickelt. Diese sind eher langsam und gediegen im 4/4-Takt im 6/8 Feeling und der Ausdruck ist für diese Form unerlässlich.
Siguiriya:
Die Siguiriya ist heute eine Mischung zwischen Höhepunkte des Flamenco-Gesangs und des klass. Flamenco-Tanzes. Diese Form sprüht von Kraft, voll Wut und Trauer und erfordert höchste Ausdruckskraft und Persönlichkeit des Interpreten.
Soleá:
majestätisch und von verhaltener Kraft und wird deshalb oft als "Königin" des Flamenco bezeichnet
Martinete:
Klagegesang, stammt aus den Zigeuner-Schmieden von Triana, wir nur gesungen, akzentuiert von Schlägen auf den Amboss Schmiedegesang im Siguiriya-Rhythmus.
Toná:
Sie wird als älteste Form des schon als Flamenco bekannten Cante angesehen.
Sevillanas:
Ein schneller 3/4-Paartanz in Dur- oder Mollmodus, der oft bei Festen getanzt wird. Von vielen Flamencologen als "aflamencado" angesehen.("Flamencohaft" aber nicht dem Flamenco zugehörend)